Ernährung

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Um sich dem Aspekt der Ernährung zu widmen muss man zugrunde legend einen Blick ins Gebiet der Paläobotanik, Paläozoologie und der Geschichte der Nutzpflanzen werfen. Welche Lebensmittel als auch Nutzpflanzen können im Rahmen der Darstellung genutzt werden?

Die altrussische Küche bietet vielfältige Möglichkeiten. Getreide und Kulturpflanzen wie Weizen, Gerste, Hirse, Roggen, Buchweizen, Linsen und Hafer bilden Grundlage vieler Breie. Je nach Konsistenz konnten diese entweder in Suppenform oder löffelbar mit Gemüse und / oder Fleisch versetzt werden. Charakteristisch geformtes Brot aus Sauerteig war stark verbreitet. Teigwaren wie süss oder pikant gefüllte Taschen (heute als Bliny, Piroggen und Pelmeni bekannt) wurden gekocht, seltener gebraten. Suppen bzw. Eintöpfe aus Gemüse, Getreide oder Fisch waren verbreitet. Durch Milchsäuregärung haltbar gemachtes eingelegtes Gemüse als auch Trockenfrüchte, -pilze und -fleisch wurden durch Vorratshaltung 0auch im Winter verfügbar gemacht.

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Neben Rind, Schwein, Schaf, Wild spielte anfänglich das Pferd vor seiner Verwendung als Arbeitstier eine Rolle. An Speisefischen wurden Stör, Hecht, Wels, Brasse, Sterlett und Weisslachs in grossen Mengen verwendet. Fischzäune, Haken und Reusen boten ausreichende Fangmöglichkeiten.

An Obst sei die Weichselkirsche zu erwähnen. Gemüse war vielfältig vorhanden, z.B. Rüben, Kohl, Knoblauch, Bohnen, Linsen, und Erbsen. Milchspeisen wie Quark wurden ebenfalls verwendet; spezielle Töpfe wurden zur Quarkherstellung benutzt. Getränke wie Met, Kwas und Wein waren bekannt.

Gewürzt wurde unter anderem mit Salz aus galizischen Gruben. Die Zubereitung am hauseigenen Ofen verfuhr meist durch Kochen oder Braten, wozu metallene aber auch tönerne Gefässe benutzt wurden. Zur Vorratshaltung als auch dem Verzehr wurden meist tönerne oder hölzerne Gefässe benutzt.

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Paläobotanisch betrachtet muss man differenzieren. Die Lens culinaris Medik. beispielsweise stammt wahrscheinlich von der wilden Lens orientalis ab, deren Ursprünge im Mittelmeerraum oder in Kleinasien vermutet wurden. Seit dem Neolithikum etwa 8000 v. Chr., d.h. seit bereits 10000 Jahren ist die Linse als Nutzpflanze nachgewiesen, domestiziert wurde sie vor etwa 8000 Jahren. Vermutlich gab es ursprünglich mehrere Primitivformen mit wenig platzfesten Hülsen, aus denen sich die Kultursorte durch Selektion und Kreuzung bildete.

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