Waffen

Da die Kiever Rus in erster Linie ein vom Kriegswesen und seiner damit verbundenen Sozialstruktur dominiert wurde, ist ein breites Spektrum an unterschiedlichen Waffen vorhanden. Auch hier sind Waffen zugleich Statusobjekt als auch Gebrauchsgegenstand.

Es sei zuallererst das Myech (Schwert) als Waffe der Privilegierten und Wohlhabenderen zu nennen, was in einer Scheide mit Holzkern und Leder- oder Leinenbezug sowie Verzierungen in Form von Beschlägen an einem Schulterriemen getragen wurde (und nicht in einer Rückenscheide).

Charakteristisch für einen berittenen Druzinnik war der Sashka (Säbel), ebenfalls eine gehobenere Waffe, die vom Pferd aus zu führen war und dort ihre Wirkung am Besten entfalten konnte. Durch zwei Schnallen und Riemen am Gürtel konnte der Sashka variabel getragen werden. Er vor allem als Schnittwaffe bekannt.

Wie auch der Sashka war der Pernatsch (Streitkolben) eine hervorragende Reiterwaffe und zudem ein Statusobjekt des Druzinniks. Mit einem entsprechend langem Schaft konnte er als Wuchtwaffe auch gegen schwer gerüstete Einheiten eingesetzt werden.

Der Fokosch (Axt) war ebenfalls eine als Reiterwaffe eingesetzte Waffe. Im Blatt der Kampfaxt konnte ein vergifteter Stoffstreifen eingefädelt sein, der durch die verursachte Wunde zusätzlich z.B. Clostridieninfektionen verursachte.

Das Nozh / Sax (Messer) war eine weit verbreitete Gebrauchswaffen, sowohl als Hieb- als auch Stosswaffe verwendet. Der Ger / Lanze war mit seiner relativ einfachen Herstellungsweise und geringen Kosten vor allem eine Waffe der Bauerndruzina, wurde aber auch aufgrund der Effektivität von Wohlhabenderen genutzt.

Es sei vorab jedem gesagt, dass sich hier kein Kitguide vorfindet oder potentielle Schnittmuster sondern dass wir lediglich einen Einblick in das von uns Dargestellte geben wollen. Jegliche Kopierung anhand von Fotos oder Textquellen ist damit hinlänglich und nicht empfehlenswert! Alle Daten die älter als 3 Monate sind gelten hiermit als veraltet! Nachahmung ist deshalb nicht nur sinnlos!